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		<title>Wie Märchen uns ideologisch in die Irre führen</title>
		<link>http://www.erikmitk.net/2009/07/19/wie-marchen-uns-ideologisch-in-die-irre-fuhren/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 11:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik mit k</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufgefallen]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rumpelstilzchen]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gerade im Fernsehen, das Märchen vom Rumpelstilzchen gesehen und ich muss sagen, was da abgezogen wird, ist wahrlich eine Frechheit.
Die Geschichte von Rumpelstilzchen ist eine Geschichte voller Missverständnisse und ein Plädoyer für das Betrügen, den Kommerz und das Unterdrücken einer Minderheit.

Fassen wir mal kurz das Handlungsgeschehen zusammen (Danke Wikipedia). Wer das Märchen kennt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gerade im Fernsehen, das Märchen vom Rumpelstilzchen gesehen und ich muss sagen, was da abgezogen wird, ist wahrlich eine Frechheit.</p>
<p>Die Geschichte von Rumpelstilzchen ist eine Geschichte voller Missverständnisse und ein Plädoyer für das <strong>Betrügen</strong>, den <strong>Kommerz</strong> und das <strong>Unterdrücken</strong> einer <strong>Minderheit</strong>.</p>
<p><span id="more-340"></span></p>
<p>Fassen wir mal kurz das Handlungsgeschehen zusammen (Danke <a title="Rumpelstilzchen in der Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rumpelstilzchen" target="_blank">Wikipedia</a>). Wer das Märchen kennt, kann diesen Absatz überspringen!</p>
<blockquote><p>„Ein Müller behauptet von seiner schönen Tochter, sie könne Stroh zu Gold spinnen und will sie an den König verheiraten. Der König lässt die Tochter kommen und stellt ihr die Aufgabe, über Nacht eine Kammer voll Stroh zu Gold zu spinnen, ansonsten müsse sie sterben. Die Müllerstochter ist verzweifelt, bis ein kleines Männchen auftaucht und ihr gegen ihr Halsband Hilfe anbietet und für sie das Stroh zu Gold spinnt. In der zweiten Nacht wiederholt sich das Gleiche und die Müllerstochter gibt ihren Ring her. Darauf verspricht der König dem Mädchen die Ehe, falls sie noch einmal eine Kammer voll Stroh zu Gold spinnen kann. Diesmal verlangt das Männchen von der Müllerstochter ihr erstes Kind, worauf sie schließlich ebenfalls eingeht.<br />
Nach der Hochzeit und der Geburt des ersten Kindes fordert das Männchen den versprochenen Lohn. Die Müllerstochter bietet ihm alle Reichtümer des Reiches an, aber das Männchen verlangt „etwas Lebendiges“. Durch ihre Tränen erweicht, gibt es ihr aber drei Tage Zeit, seinen Namen zu erraten. Dann soll sie das Kind behalten dürfen. In der ersten Nacht probiert es die Königin mit allen Namen, die sie kennt; doch ohne Erfolg. In der zweiten Nacht versucht sie es erfolglos mit Namen, die sie von ihren Untertanen erfragt hat. Am Tag darauf erfährt sie von einem Boten, dass ganz entfernt ein Männchen in einem kleinen Haus wohnt, das nachts um ein Feuer tanzt und singt:</p>
<p>„Heute back ich, morgen brau ich,<br />
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;<br />
ach, wie gut dass niemand weiß,<br />
dass ich Rumpelstilzchen heiß!“</p>
<p>Die Königin fragt zunächst, ob Rumpelstilzchen „Heinz“ oder „Kunz“ heiße und nennt dann erst den korrekt überlieferten Namen. So kann sie das Rätsel nun lösen und Rumpelstilzchen zerreißt sich mit den Worten „Das hat dir der Teufel gesagt!“, vor Wut selbst.„</p></blockquote>
<p>Nun mal der Reihe nach. Auslöser für die ganze Misere ist also ein Müller, der wider besseren Wissens behauptet, dass seine Tochter Stroh zu Gold spinnen kann. Mit dieser Behauptung will er sie an den König verheiraten. Das ist die erste grobe Frechheit. Warum tut er das? Liebt er seine Tochter nicht und will sie nur ins Verderben stürzen? Ich meine, welcher vernünftige Vater würde denn so etwas tun?</p>
<p>Der König ist ja nicht dumm und will Beweise sehen. Und weil er der Machthaber ist, setzt er der Müllerstochter ein Ultimatum. Entweder sie kann das wirklich oder sie muss dafür büßen, den König so verarschen zu wollen. Eine recht verständliche Handlungsabsicht des Adligen. Obwohl zeitgleich recht naiv, denn wer glaubt sowas denn wirklich? Aber es ist schließlich ein Märchen. Wundersame Dinge sind da ja alltäglich. Aus dem Standpunkt des Königs heraus, kann man das also gerade so durchgehen lassen.</p>
<p>So sitzt die Tochter nun im Kerker in einer Zelle voller Stroh und ist selbstverständlich nicht in der Lage, die ihr auferlegte Aufgabe zu erledigen. Doch Rettung naht, in Form eines kleinen Mannes, namens Rumpelstilzchen. Er bietet dem zu scheitern drohenden Unternehmens der jungen Frau seine Hilfe an. Er möchte für seine Tätigkeiten allerdings entlohnt werden. Ein für mich völlig nachvollziehbarer Schritt, denn wenn jemand Stroh zu Gold spinnen kann, wieso sollte er das einfach so mit jemandem teilen? Man will ja nicht ausgenutzt werden, weil man etwas so wundersames beherrscht.</p>
<p>Die Müllerstochter bietet ihm ihr Halsband/Kette  an, am nächsten Tag ihren Ring, am dritten Tag sagt das Rumpelstilzchen, dass er als weiteren Lohn ihr Erstgeborenes haben möchte. Die Hochzeit mit dem König vor Augen und immensem Reichtum an den Fingerspitzen, lässt sie sich blind auf den Deal ein. &#8220;Der wird das schon nicht so meinen. Mit Erstgeborenem meint er sicher einen Haufen Gold.&#8221; So oder so ähnlich muss wohl ihre Gedankenwelt aussehen. Der Deal steht am Ende und Rumpelstilzchen geht ein letztes Mal ans Werk.</p>
<p>Zeit vergeht. Die Müllerstochter heiratet den König. Sogar ihr Vater bekommt etwas vom Reichtum ab. Ein völlig abstruser Schritt, wenn man bedenkt, dass er für alles verantwortlich ist und mit immensem Risiko und Lügen seine Tochter an den Mann bringen wollte.</p>
<p>Wie es so mit Verträgen ist, kommt natürlich Rumpelstilzchen eines Tages zurück und verlangt seinen Lohn &#8211; das erstgeborene Kind. Die inzwischen zur Königin aufgestiegene junge Frau, versucht den kleinen Mann mit Gold und Reichtum zu entlohnen, anstatt die vorher ausgehandelte Vertragsabschlussprämie rauszurücken. Ich kann die Reaktion von Rumpelstilzchen verstehen, wenn er darauf beharrt. Vertrag ist Vertrag. Im Film hat er dazu folgenden Satz gesagt: &#8220;Ich möchte nicht, dass ein Kind bei Leuten aufwächst, denen Gold und Reichtum wichtiger sind, als alles andere.&#8221;  Damit hat er doch verdammt Recht. Seine Hauptaussage ist also die, dass es neben Gold viel wichtigere Dinge im Leben gibt. Das sehen aber die anderen nicht so und er versucht das Kind quasi aus den Fängen des Kapitalismus zu retten. Nobel, wie ich finde!</p>
<p>Schon von Beginn an zeigt sich der Müller als geldgierig, da er seine Tochter verschachern will. Der König sagt &#8220;Ja!&#8221;, weil Stroh zu Gold spinnen, für sein Befinden auch keine schlechte Sache ist. Die Tochter versucht auch nicht mit dem Rumpelstilzchen zu reden und ihm alles zu erklären, sondern bietet ihm sofort materielle Güter an, um sich selbst zu retten. Dieses kapitalistische Trio ist ideologisch gesehen, das genaue Gegenteil vom eigentlichem Helden des Märchens &#8211; dem Rumpelstilzchen.</p>
<p>Doch wie endet die Erzählung? Es werden alle Anstrengungen unternommen, um es dem Rumpelstilzchen heimzuzahlen und seinen Namen herauszufinden, damit er endlich Ruhe gibt. Völlig zu Recht ärgert er sich über dieses Verhalten, der kommerziellen Oberklasse, die ihn in die Versenkung verbannen möchte. Kein Dank für sein Handeln, obwohl die Müllerstochter, ohne ihn, im Kerker verreckt wäre. Sie übergeht zudem noch den Vertrag den sie  miteinander geschlossen haben. Und er steht als Aussätziger alleine da und ärgert sich absolut gerechtfertigt in Grund und Boden.</p>
<p>Als Sieger des Märchens stehen also ein lügender Müller, ein naiver König und eine betrügende Königin fest. Das aus reinen und guten Absichten handelnde Rumpelstilzchen, wird als das Böse portraitiert! Das spiegelt zum Teil sehr gut unsere Gesellschaft  wider!</p>
<p>Ich spreche mich hiermit für die Rehabilitation von Rumpelstilzchen aus! So wie in diesem Märchen darf es nicht enden!</p>
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		<title>Wurzelrudi &#124; Räuchermännchen [Video]</title>
		<link>http://www.erikmitk.net/2009/06/20/wurzelrudi-rauchermannchen-video/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 08:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik mit k</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Räuchermännchen]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Wurzelrudi]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wir haben etwas erschaffen. Etwas das nur einen Zweck verfolgt.
Das Rauchen.
Wurzelrudi &#124; Räuchermännchen
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/AQ2ji_d4uXM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/AQ2ji_d4uXM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p style="text-align: center;">Wir haben etwas erschaffen. Etwas das nur einen Zweck verfolgt.</p>
<p style="text-align: center;">Das Rauchen.</p>
<p style="text-align: center;">Wurzelrudi | Räuchermännchen</p>
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		<title>Im Regen [Erzählung]</title>
		<link>http://www.erikmitk.net/2009/06/16/im-regen-erzahlung/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 07:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik mit k</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich laufe schnellen Schrittes den Weg entlang. Viel zu tun und keine Zeit. Vorhin schien die Sonne noch, aber jetzt hat sie sich hinter dicken Wolken versteckt. Gut so, denn ich habe gar keine Zeit in der Sonne zu liegen. Da kann sie genauso gut weg bleiben.
Ich gehe weiter.
Plötzlich sehe ich etwas vor mir im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich laufe schnellen Schrittes den Weg entlang. Viel zu tun und keine Zeit. Vorhin schien die Sonne noch, aber jetzt hat sie sich hinter dicken Wolken versteckt. Gut so, denn ich habe gar keine Zeit in der Sonne zu liegen. Da kann sie genauso gut weg bleiben.</p>
<p>Ich gehe weiter.</p>
<p>Plötzlich sehe ich etwas vor mir im Sand. Schon wieder! Es sind kleine Regentropfen die auf den trockenen, staubigen Boden fallen. Kleine Oasen, voller Feuchtigkeit, auf der spröden Asphaltplatte, dem pulverigen Boden, den trockenen Wiesen.</p>
<p>Ich bleibe stehen.</p>
<p>Es fallen immer mehr Tropfen herab. Immer noch wenige, aber es werden stetig mehr.</p>
<p>Ich schaue nach oben.</p>
<p>Die Wolken über mir sehen bedrohlich aus, doch sie sind verantwortlich für die dringend notwendige Feuchtigkeit. Ich habe das Gefühl, als habe alles darauf gewartet. Der Regen wird gleichmäßig und unbeirrbar kräftiger. Die Tropfen größer. Auf einmal gibt es kein Halten mehr. Unzählige kleine und große Wassertröpfchen bahnen sich ihren Weg zur Erde.</p>
<p>Ich stehe mitten drin.</p>
<p>Wasser rinnt mir über das Gesicht. Meine Sachen werden nass, Wasser dringt in meine Schuhe ein. Tropfen sammeln sich auf meinem Gesicht, vereinen sich und laufen an meiner Nase entlang. Sie sammeln sich an meinen Augenbrauen und laufen an meinen Augen vorbei über meine Wangenknochen. Beide Ströme treffen sich am Kinn und fallen dort auf mein T-Shirt hinab. Es ist vollkommen durchnässt.</p>
<p>Ich breite die Arme aus.</p>
<p>Ich spüre den Regen auf meiner Haut. Auf meinen Haaren. Mit den Händen nehme ich sie wahr. Ich spüre den Regen durch meine nassen Sachen. An meinen Füßen kann ich das Wasser fühlen. Es ist überall.</p>
<p>Ich genieße es.</p>
<p>Ich könnte lange stehen bleiben. Es macht mir nichts aus.</p>
<p>Ich habe Zeit.</p>
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		<title>Bloß raus hier [Kurzgeschichte]</title>
		<link>http://www.erikmitk.net/2009/06/05/blos-raus-hier-kurzgeschichte/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 20:11:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik mit k</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Als er heute im Büro ankam, hatte er nicht damit gerechnet, wie der Tag verlaufen wird. Der Bericht, den er letzte Nacht getippt hatte, war mit Fehlern gespickt. Die Präsentation, die er über Wochen vorbereitet hatte, verlief mehr als dürftig. Die Kaffeemaschine verweigerte ihren Dienst komplett und seine Arbeitskollegen haben ihn ja auch noch nie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als er heute im Büro ankam, hatte er nicht damit gerechnet, wie der Tag verlaufen wird. Der Bericht, den er letzte Nacht getippt hatte, war mit Fehlern gespickt. Die Präsentation, die er über Wochen vorbereitet hatte, verlief mehr als dürftig. Die Kaffeemaschine verweigerte ihren Dienst komplett und seine Arbeitskollegen haben ihn ja auch noch nie richtig akzeptiert.</p>
<p>&#8220;Wäre ich heute mal zu Hause geblieben&#8221;, dachte er sich.<br />
&#8220;Hätte ich ihn mal nicht eingestellt&#8221;, dachte sich der Chef.</p>
<p>Frustration machte sich breit. Er saß an seinem Schreibtisch und starrte auf die Ablage, die mit Dokumenten gefüllt war. Bis Morgen müsse er sie alle durchgearbeitet haben. Seine Fehler muss er ausbessern. Der Firma zeigen, dass er es doch kann. Er starrte die Ablage weiter an.</p>
<p>In den anderen Büros ist es dunkel geworden. Verabschiedet hat sich keiner bei ihm. Nur der Chef kam vorbei und kündigte für Morgen ein Gespräch unter vier Augen an. &#8220;Keine gute Aussichten&#8221;, dachte er sich und starrte weiter auf den leeren Kaffeebecher und die Ablage auf seinem Tisch. Die Dokumente, die Tasse, die leeren Büros. Wohin er auch sah. Wohl fühlte er sich hier nicht. </p>
<p>&#8220;Raus. Bloß raus hier&#8221;, sagt er.</p>
<p>Er griff nach seiner Jacke, zog sie im Laufen an. Während er auf den Fahrstuhl wartete, zog er den Autoschlüssel aus der Innentasche. Er wartete. Als die Fahrstuhltür aufging, war er bereits im Treppenhaus. Er wollte nicht länger stehen und lief so schnell er konnte. Zwei Stufen auf einmal. Stockwerk für Stockwerk tiefer in die unterirdische Garage. Er lief ohne Umwege zu seinem Auto, öffnete es und setzte sich hinein. Er schloss die Tür. Ruhe. Geborgenheit.</p>
<p>Er steckte den Schlüssel ins Schloss, startete den Motor. Aus dem Handschuhfach holte er eine CD und legte sie ein. Rückwärtsgang. Weg von hier.</p>
<p>Wohin? Egal. Rauf auf die Autobahn. Um die Zeit war recht wenig Verkehr und er fuhr jeden Gang aus. Er vergaß seine Sorgen. Ihm war es egal. Er fuhr. Hauptsache weg. Die CD spielte immer noch. Er griff an den Regler für die Lautstärke und mit jedem Klick erhöhte sich die Zahl auf dem Display um eins. Er begann mit den Fingern auf dem Lenkrad zu trommeln. Sein Kopf wippte hin und her. Es hielt ihn nicht lange und er sang lauthals mit. All seine Lieblingslieder waren auf dieser CD. Er kannte jedes einzelne bis zum letzten Wort und der letzten Note.</p>
<p>Voller Leidenschaft sang er mit. Ihm war egal, was die anderen Autofahrer sehen könnten. Sein ganzer Körper pulsierte voller Freude. Alles fiel von ihm ab. So froh hat man ihn lange nicht gesehen. Er lachte. Erst schmunzelte er. Dann kam es schallend aus ihm heraus. Er war glücklich.</p>
<p>Dieses Lied war sein absoluter Favorit. Er traf jede Note und jeden Einsatz. Er trommelte mit den Fingern, wippte mit dem Körper. Gleich kam sie. Die Stelle mit den hohen Tönen. Er sang so laut und kräftig mit. Die hohen Noten. Er sang so laut. Plötzlich. Ein Krächzen im Hals. Die hohen Noten. Er musste husten und griff sich mit der Hand an den Hals. Er röchelte und sein Kopf wurde rot. Er verlor die Kontrolle. Nachdem das Auto gegen die Leitplanke fuhr, hatte sich nicht nur seine Stimme überschlagen&#8230;</p>
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		</item>
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		<title>Zahnrad [Gedicht]</title>
		<link>http://www.erikmitk.net/2009/05/30/zahnrad-gedicht/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 23:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik mit k</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[_______________________________
Tick Tack! Tick Tack!
Das Uhrwerk läuft. Die Zeiger kreisen.
Steh auf. Geh raus und gib dich hin.
Dem Takt der Uhr. Dem Rad der Zeit.
Tick Tack! Tick Tack!
Getrieben wirst du von Sekunden.
Tag ein, Tag aus in diesem Strom.
Ausweglos bist du gefangen.
Tick Tack! Tick Tack!
Brich aus und lass dich gehen!
Wirf die Uhren an die Wand!
Setz dem ein Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">_______________________________</p>
<p style="text-align: center;">Tick Tack! Tick Tack!</p>
<p style="text-align: center;">Das Uhrwerk läuft. Die Zeiger kreisen.<br />
Steh auf. Geh raus und gib dich hin.<br />
Dem Takt der Uhr. Dem Rad der Zeit.</p>
<p style="text-align: center;">Tick Tack! Tick Tack!</p>
<p style="text-align: center;">Getrieben wirst du von Sekunden.<br />
Tag ein, Tag aus in diesem Strom.<br />
Ausweglos bist du gefangen.</p>
<p style="text-align: center;">Tick Tack! Tick Tack!</p>
<p style="text-align: center;">Brich aus und lass dich gehen!<br />
Wirf die Uhren an die Wand!<br />
Setz dem ein Ende und sei frei!</p>
<p style="text-align: center;">Tick Tack&#8230; Tick Tack&#8230;</p>
<p style="text-align: center;">_______________________________</p>
<p><a class="tt-flickr tt-flickr-Medium" title="Clock" href="http://www.flickr.com/photos/erikmitk/3576997088/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3651/3576997088_a208d2d559.jpg" alt="Clock" width="500" height="333" /></a></p>
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